Geschichte | | |
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Gegründet 1591, ist die „Alte fürst
- erzbischöfliche Hofapotheke“ die älteste noch bestehende
Apotheke Salzburgs. Man findet sie im Herzen der Salzburger Altstadt,
am Alten Markt in unmittelbarer Nähe zu Dom und Residenz. Das Haus
besitzt eine sehenswerte Fassade. An den Schaufenstern sind mit
Arzneipflanzen bemalte Fensterläden angebracht und das Zunftschild
der Apotheker zeigt den Äskulapstab. |
Der erste Hofapotheker hieß Heinrich Merode und übergab nur vier
Jahre nach seiner Bestellung krankheitsbedingt sein Amt an Onophrius
Mony. Mony war Zeit seines Lebens ein ergebener Angestellter am
Hofe von Erzbischof Wolf Dietrich und hielt dem fürstlichen
Herren sogar während dessen Gefangenschaft auf der Festung Hohensalzburg
die Treue. Drei Generationen später 1647, übernahm Christoph
Mayr die Aufgaben des hochfürstlichen Kammerdieners und Hofapothekers.
Tägliche Aufwartungen bei Hofe und die Verpflichtung den Fürsten
auf seinen Reisen zu begleiten, brachten neben täglichen Wein
und Brotportionen, auch eine monatliche Besoldung von 25fl (1747). |
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Die heute noch erhaltene Rokokoeinrichtung der Offizin entstand
um das Jahr 1777 und ist eng mit dem Namen des damaligen Hofapothekers
Johann Anton Ruprecht verbunden. Entwürfe sowie Rechnungen der
beteiligten Künstler und Handwerker sind heute im Museum Carolino
Augusteum zu finden. Bemerkenswert ist ein heute noch erhaltener
Rezepturtisch, darauf ein kunstvoll schmiedeisernes Aufsatzgitter
als Waagenhalter mit dem dreifachen Sparren in Schwarz und Gold
aus dem Familienwappen der Familie Mayr. Eine geringe Anzahl von
Holz und Zinngefäßen aus dieser Zeit befinden sich auch noch
heute in den Regalen der Apotheke. |
Im Jahre 1903 verlegte der damalige Eigentümer Wenzel Sedlitzky
die Apotheke an ihren gegenwärtigen Standort in das Nachbarhaus,
heute Alter Markt 6. Die Übersiedlung in ein Lokal mit flacher Decke
bedingte einige Änderungen und Ergänzungen an den für
einen gewölbten Raum geschaffene Möbel. Unter Dr. Neumann
wurde im Jahr 1912 die Einrichtung der Offizin in den Farben Resedagrün
und Malvenrosa renoviert und um den Verbau für eine Kasse ergänzt.
Alchimistische Zeichen für Elemente wie Silber und Gold aber auch
die Symbole alter Apothekengewichte sind heute noch an den Wänden
dieser Ergänzung sichtbar. |
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1923 ging ein Anteil der Hofapotheke durch Kauf in den Besitz der
Familie der heutigen Eigentümer über. Mag. pharm. Leo Biskup
gab seinen Besitz in Gödig (Mähren) auf und zog nach Salzburg.
1936 ging die Apotheke in sein alleiniges Eigentum über.1951
übernahm sein Sohn Lorenz Biskup die Apotheke. Seit 1981 führt
nun Leo Biskups Enkelin Mag. pharm. Marina Gaertner die Alte fürst
- erzbischöfliche Hofapotheke. Mit ihren Töchtern Mag.
pharm. Barbara Gaertner und Mag. pharm. Franziska Kühberger- Gaertner
kann die Familie auf eine neun Generationen umfassende
Verbundenheit mit dem Apothekerberuf zurückblicken. |